Bilder sind längst mehr als dekorative Elemente einer Website. Sie erklären Produkte, zeigen Prozesse, unterstützen Kaufentscheidungen und lockern umfangreiche Inhalte auf. Für Suchmaschinen und Menschen, die Bilder nicht oder nur eingeschränkt wahrnehmen können, entsteht allerdings ein Problem: Der visuelle Inhalt muss auch ohne das eigentliche Bild verständlich sein.
Genau dafür gibt es das alt-Attribut. Im SEO-Alltag wird häufig vom Alt Tag gesprochen, weshalb auch Suchanfragen wie Alt Tags SEO, Alt Tag SEO, Alt Text SEO oder SEO Alt Tags üblich sind. Technisch ist die Bezeichnung „Alt Tag“ allerdings nicht ganz korrekt. Bei alt handelt es sich um ein Attribut des HTML-Elements <img> und nicht um einen eigenständigen HTML-Tag.
Diese kleine Unterscheidung ist wichtig, noch wichtiger ist aber die praktische Anwendung. Ein guter ALT-Text soll nicht möglichst viele Keywords enthalten. Er soll den Zweck eines Bildes im jeweiligen Kontext verständlich machen. Genau dadurch unterstützt er gleichzeitig Barrierefreiheit, Benutzerfreundlichkeit und Bilder-SEO.
In diesem Leitfaden erfährst Du, wie ALT-Texte funktionieren, welche Bilder überhaupt einen beschreibenden Alternativtext benötigen, wann alt="" die richtige Lösung ist und wie Du Bilder optimierst, ohne aus jedem ALT-Attribut eine Ansammlung von Keywords zu machen.
Was ist ein Alt Tag?
Der sogenannte Alt Tag ist ein Alternativtext für ein Bild. Er wird über das alt-Attribut direkt am HTML-Element eines Bildes hinterlegt.
Ein einfaches Beispiel:
<img
src="schwarzer-sneaker.webp"
alt="Schwarzer Sneaker mit weißer Sohle in Seitenansicht"
>
Der ALT-Text beschreibt in diesem Fall die wesentlichen Informationen des Bildes in Textform.
Das ist aus mehreren Gründen relevant. Assistive Technologien wie Screenreader können diese Alternative nutzen, wenn das Bild selbst nicht wahrgenommen werden kann. Auch Browser können den Alternativtext verwenden, wenn eine Bildressource nicht geladen wird. Gleichzeitig erhalten Suchmaschinen zusätzliche Informationen darüber, was auf dem Bild zu sehen ist und in welchem Zusammenhang es mit dem Inhalt der Seite steht.
Wichtig ist dabei die richtige Denkweise: Der ALT-Text ist nicht in erster Linie ein verstecktes SEO-Feld. Er ist eine textliche Alternative für visuellen Inhalt. Gute Bilder-SEO entsteht dann, wenn diese Alternative gleichzeitig verständlich, relevant und zum Seitenkontext passend formuliert ist.
Warum sind Alt Tags für SEO wichtig?
Suchmaschinen können Bilder heute wesentlich besser analysieren als noch vor einigen Jahren. Moderne Bilderkennung kann Motive, Objekte und Zusammenhänge erkennen. Trotzdem betrachtet eine Suchmaschine ein Bild nicht isoliert.
Für die thematische Einordnung spielen mehrere Signale zusammen:
- der ALT-Text des Bildes,
- der Dateiname,
- die Bildunterschrift,
- der umgebende Text,
- das Thema der gesamten Seite,
- technische Bildinformationen und
- der visuelle Inhalt des Bildes selbst.
Das bedeutet: Alt Text SEO funktioniert nicht als isolierter Trick. Ein perfekt formulierter ALT-Text macht ein thematisch unpassendes Bild nicht plötzlich relevant. Ebenso wenig ersetzt er hochwertige Inhalte oder eine saubere Website-Struktur.
Wenn Bild, Text und ALT-Attribut dagegen dasselbe Thema unterstützen, entsteht ein eindeutiger Kontext.
Angenommen, Du veröffentlichst einen Ratgeber über Canonical Tags und verwendest darin eine Grafik, die mehrere URL-Varianten zeigt, die auf eine bevorzugte URL zusammengeführt werden. Ein ALT-Text wie:
Mehrere URL-Varianten werden per Canonical auf eine bevorzugte Kategorie-URL zusammengeführt
beschreibt nicht nur das Bild sinnvoll, sondern enthält gleichzeitig Begriffe, die thematisch exakt zum Inhalt passen.
Das Keyword entsteht in diesem Fall aus der Beschreibung des Bildes – und wird nicht künstlich hineingezwungen.
ALT-Texte und Barrierefreiheit: Der wichtigere Teil der Optimierung
Wenn Du ALT-Texte ausschließlich aus SEO-Perspektive betrachtest, übersiehst Du ihre ursprüngliche und wichtigste Aufgabe.
Menschen, die visuelle Inhalte nicht oder nur eingeschränkt wahrnehmen können, nutzen beispielsweise Screenreader. Ein Screenreader verarbeitet die Struktur und die Textinformationen einer Website und kann dabei auch Alternativtexte von Bildern ausgeben.
Stell Dir deshalb beim Schreiben eines ALT-Textes eine einfache Frage:
Welche Information würde fehlen, wenn ich dieses Bild nicht sehen könnte?
Die Antwort darauf ist häufig die beste Grundlage für Deinen ALT-Text.
Das bedeutet gleichzeitig, dass nicht jedes sichtbare Detail beschrieben werden muss. Ob der Hintergrund eines Produktfotos beispielsweise leicht grau ist oder ein Objekt einen zwei Zentimeter breiten Schatten wirft, spielt möglicherweise überhaupt keine Rolle.
ALT-Texte sollen den relevanten Informationsgehalt vermitteln – keine vollständige Pixel-für-Pixel-Beschreibung liefern.
Wie sieht ein guter ALT-Text aus?
Ein guter ALT-Text ist konkret, verständlich und kontextbezogen.
Nehmen wir ein Foto eines schwarzen Laufschuhs.
Schlecht:
Bild
Diese Beschreibung liefert praktisch keine Information.
Ebenfalls schlecht:
Schuhe Sneaker Laufschuhe schwarz Schuhe kaufen Sneaker kaufen beste Laufschuhe
Hier wurde aus dem ALT-Attribut eine Keywordliste gemacht. Für Nutzer ist der Text unangenehm und auch für Suchmaschinen entsteht kein natürlicher Mehrwert.
Besser:
Schwarzer Laufschuh mit weißer Zwischensohle in Seitenansicht
Der Unterschied liegt darin, dass der Text tatsächlich beschreibt, was auf dem Bild relevant ist.
Eine praktische Formel
Für viele normale Bilder kannst Du folgende Denkformel verwenden:
Motiv + relevante Eigenschaft + wichtiger Kontext
Zum Beispiel:
Schwarzer Laufschuh mit weißer Sohle in SeitenansichtSEO-Dashboard mit Entwicklung der organischen Klicks über sechs MonateMitarbeiter verpackt Bestellung an einem E-Commerce-PacktischProduktfilter für Farbe, Größe und Marke in einem Online-Shop
Diese Formel ist keine starre SEO-Regel. Sie hilft lediglich dabei, unnötige Füllwörter zu vermeiden.
Soll das Keyword in den ALT-Text?
Ja – wenn es das Bild tatsächlich beschreibt.
Das ist die entscheidende Einschränkung.
Angenommen, Dein Artikel behandelt das Thema „Alt Tags SEO“ und Du verwendest eine Grafik, auf der ein HTML-Bildelement mit hervorgehobenem alt-Attribut dargestellt wird.
Dann kann ein ALT-Text wie:
HTML-Beispiel eines ALT-Attributs für Bilder-SEO
vollkommen sinnvoll sein.
Würdest Du dagegen ein neutrales Foto eines Laptops verwenden und schreiben:
Alt Tags SEO Alt Text SEO SEO Alt Tag ALT Attribute SEO
hätte das mit einer sinnvollen Bildbeschreibung nichts mehr zu tun.
Das gleiche Prinzip gilt für verwandte Suchbegriffe wie alt tag seo, alt attribute seo, seo alt tag oder alt text for seo: Nutze Begriffe dort, wo sie inhaltlich passen. Versuche nicht, jede Keywordvariante über verschiedene Bilder auf einer Seite zu verteilen.
Ein ALT-Text ist kein Ort für Keyword-Stuffing.
Wie lang sollte ein ALT-Text sein?
Rund um ALT-Texte kursieren zahlreiche vermeintlich feste Grenzwerte. Mal werden 80 Zeichen genannt, mal 100, mal 125.
Für die praktische SEO-Arbeit ist eine solche starre Zahl wenig hilfreich.
Ein ALT-Text sollte so kurz wie möglich und so ausführlich wie nötig sein, um die Funktion oder relevante Information des Bildes zu vermitteln.
Ein Produktfoto lässt sich vielleicht mit sechs Wörtern sinnvoll beschreiben. Eine technische Illustration benötigt möglicherweise einen etwas ausführlicheren Text.
Vermeide jedoch ALT-Texte, die zu kompletten Absätzen werden. Wenn ein Diagramm oder eine Infografik so komplex ist, dass ihre Informationen nicht in einer kurzen Alternative vermittelt werden können, gehört die ausführliche Erklärung zusätzlich in den sichtbaren Seiteninhalt.
Die bessere Frage lautet also nicht:
„Wie viele Zeichen darf mein ALT-Text haben?“
sondern:
„Hat ein Nutzer nach diesem Text die Information erhalten, die das Bild an dieser Stelle vermittelt?“
Dekorative Bilder: Warum ein leerer ALT-Text richtig sein kann
Eine der wichtigsten Regeln wird bei SEO-Audits erstaunlich oft übersehen: Nicht jedes Bild benötigt einen beschreibenden ALT-Text.
Ein rein dekoratives Bild, das keinerlei zusätzliche Information vermittelt, sollte von assistiven Technologien normalerweise ignoriert werden können.
Dafür wird das ALT-Attribut nicht entfernt, sondern leer gesetzt:
<img src="dekorative-welle.svg" alt="">
alt="" und ein vollständig fehlendes alt-Attribut sind dabei nicht dasselbe.
Mit dem leeren Attribut signalisierst Du, dass das Bild bewusst keine textliche Alternative benötigt. Fehlt das Attribut dagegen komplett, können Screenreader je nach Situation beispielsweise versuchen, andere Informationen wie den Dateinamen auszugeben.
Wann ist ein Bild dekorativ?
Typische Beispiele können sein:
- grafische Trennlinien,
- rein visuelle Hintergrundelemente,
- dekorative Formen,
- Ornamente,
- ein bereits vollständig durch angrenzenden Text beschriebenes redundantes Bild.
Hier solltest Du nicht versuchen, aus SEO-Gründen doch noch ein Keyword unterzubringen. Das würde die Zugänglichkeit der Seite verschlechtern, ohne einen sinnvollen Informationsgewinn zu erzeugen.
Verlinkte und funktionale Bilder brauchen einen anderen ALT-Text
Ein Bild kann nicht nur Informationen darstellen, sondern selbst eine Funktion besitzen.
Ein typisches Beispiel ist ein klickbares Icon oder ein Bild, das als Link verwendet wird.
In diesem Fall sollte der ALT-Text nicht primär beschreiben, wie das Bild aussieht, sondern welche Funktion die Interaktion hat.
Angenommen, ein Lupensymbol öffnet die Suchfunktion.
Wenig hilfreich wäre:
Lupe
Hilfreicher ist:
Suche öffnen
Das Gleiche gilt für ein Bild, das auf eine andere Seite verlinkt. Wenn der Link keinen zusätzlichen Text besitzt, kann der ALT-Text die Funktion eines normalen Linktextes übernehmen.
Damit wird klar: Ein guter ALT-Text hängt nicht allein vom Bildmotiv ab, sondern auch davon, wie das Bild auf der jeweiligen Seite eingesetzt wird.

ALT-Texte für Produktbilder im E-Commerce
Gerade in Online-Shops besitzt Bilder-SEO eine besondere Bedeutung. Produkte werden häufig aus verschiedenen Perspektiven fotografiert, in unterschiedlichen Farben angeboten und teilweise über dutzende Bilder auf einer Produktdetailseite präsentiert.
Hier solltest Du nicht für jedes Bild denselben ALT-Text verwenden.
Angenommen, Du verkaufst einen weißen Sneaker.
Mögliche ALT-Texte wären:
Weißer Sneaker mit schwarzem Logo in SeitenansichtWeißer Sneaker von oben mit sichtbarer SchnürungProfilsohle des weißen Sneakers in NahaufnahmeWeißer Sneaker am Fuß kombiniert mit schwarzer Jeans
Jede Beschreibung vermittelt eine andere Information, weil auch jedes Bild einen anderen Zweck erfüllt.
Produktname und Marke integrieren?
Wenn Marke und Produktmodell für das Bild und die Kaufentscheidung relevant sind, dürfen sie natürlich genannt werden.
Zum Beispiel:
Nike Air Max 90 in Weiß und Schwarz in Seitenansicht
Das ist wesentlich sinnvoller als:
Nike Air Max 90 kaufen Nike Sneaker günstig Nike Schuhe Online Shop
Auch bei E-Commerce-SEO bleibt der ALT-Text eine Beschreibung und keine Werbeanzeige.
Wie solltest Du Logos und Icons beschreiben?
Bei Logos hängt der richtige ALT-Text ebenfalls vom Kontext ab.
Ein Unternehmenslogo kann beispielsweise einfach mit dem Namen gekennzeichnet werden:
alt="Tim Kelle Digital"
Ist das Logo gleichzeitig der einzige Inhalt eines Links zur Startseite, kann die Funktion zusätzlich relevant sein:
alt="Tim Kelle Digital – Startseite"
Bei Icons gilt eine ähnliche Logik.
Ein dekoratives Häkchen neben dem sichtbaren Text „Kostenlos“ braucht möglicherweise überhaupt keinen zusätzlichen Alternativtext. Ein alleinstehendes Papierkorb-Icon als Button muss dagegen seine Funktion verständlich vermitteln, beispielsweise über eine passende zugängliche Bezeichnung wie „Artikel löschen“.
Beschreibe also nicht automatisch die Form des Icons. Entscheidend ist die Bedeutung für den Nutzer.
Diagramme, Charts und komplexe Infografiken
Ein ALT-Text kann keine umfangreiche Datenvisualisierung vollständig ersetzen.
Angenommen, Du zeigst ein Diagramm mit der organischen Sichtbarkeitsentwicklung einer Website über zwölf Monate. Ein ALT-Text wie:
Diagramm zur Entwicklung der organischen Sichtbarkeit von Januar bis Dezember
beschreibt zwar das Motiv, vermittelt aber noch nicht die wesentliche Aussage.
Wenn die Grafik beispielsweise einen starken Anstieg ab Mai zeigt, sollte diese Erkenntnis im sichtbaren Text in der Nähe ebenfalls erklärt werden.
Das hat zwei Vorteile:
- Menschen ohne Zugriff auf die Grafik erhalten die vollständige Information.
- Auch Suchmaschinen bekommen den fachlichen Zusammenhang als normalen Seiteninhalt.
Die Infografik unterstützt dann den Text – sie ersetzt ihn nicht.
ALT-Attribut, Title-Attribut und Bildunterschrift: Was ist der Unterschied?
Diese drei Elemente werden häufig miteinander verwechselt, erfüllen aber unterschiedliche Aufgaben.
| Element | Aufgabe | Sichtbar? | SEO-Relevanz |
|---|---|---|---|
| ALT-Attribut | Textalternative für das Bild | Normalerweise nicht direkt | Wichtig für Bildverständnis und Barrierefreiheit |
| Title-Attribut | Zusätzliche optionale Information | Kann z. B. beim Überfahren erscheinen | Nicht als Ersatz für ALT verwenden |
| Bildunterschrift | Sichtbarer Kontext oder Erklärung | Ja | Kann den thematischen Kontext des Bildes unterstützen |
| Dateiname | Bezeichnung der Bildressource | Normalerweise nein | Kann zusätzliche Hinweise zum Bildthema liefern |
Das Title-Attribut sollte also nicht verwendet werden, um einen fehlenden ALT-Text zu kompensieren.
Ebenso musst Du nicht zwangsläufig denselben Text in ALT-Attribut, Title und Bildunterschrift kopieren. Jede Information sollte ihren jeweiligen Zweck erfüllen.
Bilder-SEO endet nicht beim ALT-Text
Der häufigste Fehler beim Thema SEO Alt Tags besteht darin, Bilder-SEO auf ein einziges HTML-Attribut zu reduzieren.
Eine umfassende Bildoptimierung berücksichtigt unter anderem:
- sinnvolle ALT-Texte,
- aussagekräftige Dateinamen,
- passende Bildformate,
- korrekte Bildabmessungen,
- möglichst geringe Dateigrößen bei guter visueller Qualität,
- responsive Bilder,
- Bildplatzierung im passenden Textkontext,
- Lazy Loading für geeignete Bilder und
- eine saubere technische Auslieferung.
Aussagekräftige Dateinamen
Ein Dateiname wie:
IMG_87425.webp
liefert praktisch keinen thematischen Hinweis.
Besser wäre:
alt-text-seo-html-beispiel.webp
Der Dateiname sollte kurz, verständlich und zum tatsächlichen Bild passen. Auch hier gilt: kein Keyword-Stuffing.
Dateigröße und Format
Ein perfekt beschriftetes Bild bringt wenig, wenn eine unnötig große Datei die Ladezeit Deiner Seite belastet.
Für die praktische Optimierung kannst Du meinen kostenlosen Bildoptimierer verwenden. Damit lassen sich PNG, JPEG, WebP und SVG direkt im Browser optimieren sowie bei Bedarf Rasterbilder in WebP umwandeln.
ALT-Text und Bildkomprimierung verfolgen unterschiedliche Ziele, gehören aber zum selben sauberen Bilder-Workflow: Das Bild sollte verständlich, relevant und technisch effizient ausgeliefert werden.
ALT-Texte in WordPress richtig pflegen
WordPress bietet in der Mediathek verschiedene Felder für hochgeladene Bilder. Dazu gehören unter anderem Alternativtext, Titel, Beschriftung und Beschreibung.
Für das eigentliche alt-Attribut ist das Feld Alternativtext entscheidend.
Ein häufiger Fehler besteht darin, lediglich den Titel eines Bildes zu pflegen und davon auszugehen, dass damit automatisch ein sinnvoller ALT-Text vorhanden ist.
Deshalb solltest Du nach dem Einfügen eines wichtigen Bildes gelegentlich den tatsächlich ausgegebenen HTML-Code prüfen.
Beispiel:
<img
src="alt-tag-seo.webp"
alt="HTML-Darstellung eines ALT-Attributs für Bilder-SEO"
width="1600"
height="900"
>
Gerade bei Page Buildern, Themes und Plugins lohnt es sich, nicht nur auf die Eingabefelder im Backend zu vertrauen, sondern das Ergebnis im Frontend zu kontrollieren.
Die häufigsten Fehler bei Alt Tags SEO
Fehler 1: Das ALT-Attribut fehlt komplett
Besitzt ein informatives Bild keinen Alternativtext, fehlt Nutzern ohne visuellen Zugriff möglicherweise ein relevanter Teil des Inhalts.
Fehler 2: Jedes Bild erhält zwanghaft einen Text
Auch das Gegenteil ist problematisch. Rein dekorative Elemente sollten assistive Technologien nicht mit bedeutungslosen Beschreibungen überladen.
Hier kann alt="" korrekt sein.
Fehler 3: Keyword-Stuffing
Ein ALT-Attribut ist kein verstecktes Keywordfeld.
Vermeide Formulierungen wie:
alt="Alt Tags SEO Alt Tag SEO Alt Text SEO SEO Alt Tags"
So schreibt kein Mensch eine sinnvolle Bildbeschreibung.
Fehler 4: Alle Produktbilder haben denselben ALT-Text
Wenn fünf Fotos unterschiedliche Perspektiven oder Produkteigenschaften zeigen, sollten die Texte diesen Unterschied widerspiegeln.
Fehler 5: Der Dateiname wird als ALT-Text verwendet
Ein Text wie:
DSC_38271_FINAL_02.webp
ist keine sinnvolle Alternative für den Bildinhalt.
Fehler 6: „Bild von …“ vor jede Beschreibung schreiben
In vielen Fällen ist bereits technisch erkennbar, dass es sich um ein Bild handelt. Formulierungen wie „Bild von“, „Foto von“ oder „Grafik von“ sind deshalb häufig unnötig.
Es gibt allerdings Ausnahmen: Wenn die Art des Mediums selbst eine relevante Information darstellt, kann sie durchaus erwähnt werden. Bei einem historischen Gemälde oder einem technischen Diagramm kann beispielsweise genau diese Einordnung wichtig sein.
Fehler 7: ALT-Text und Kontext widersprechen sich
Eine Suchmaschine betrachtet nicht nur das ALT-Attribut. Wenn der Text von „roten Sneakern“ spricht, der ALT-Text „schwarze Wanderschuhe“ nennt und das Bild etwas völlig anderes zeigt, entsteht kein konsistentes Signal.
Fehler 8: Komplexe Informationen ausschließlich im Bild verstecken
Eine umfangreiche Infografik sollte nicht die einzige Stelle sein, an der wichtige Fakten vermittelt werden. Wesentliche Aussagen gehören zusätzlich in den HTML-Inhalt.
ALT-Tags prüfen: Ein praktischer Bilder-Audit
Bei einer einzelnen Seite kannst Du ALT-Texte schnell manuell kontrollieren. Bei größeren Websites und Online-Shops solltest Du systematischer vorgehen.
Schritt 1: Informative Bilder identifizieren
Prüfe zunächst, welche Bilder tatsächlich Informationen vermitteln.
Frage Dich bei jedem Bild:
- Würde ohne dieses Bild Information verloren gehen?
- Ist das Bild nur dekorativ?
- Ist es Teil eines Links oder Buttons?
- Enthält es Text oder Daten?
Schritt 2: ALT-Attribute technisch kontrollieren
Unterscheide zwischen:
- fehlendem ALT-Attribut,
- bewusst leerem
alt="", - vorhandenem, aber schlechtem ALT-Text.
Diese drei Fälle sind fachlich nicht gleichzusetzen.
Schritt 3: Qualität statt bloßer Vollständigkeit prüfen
Ein Tool kann erkennen, ob ein ALT-Attribut vorhanden ist. Ob die Beschreibung das Bild wirklich sinnvoll wiedergibt, erfordert jedoch Kontext.
Prüfe deshalb:
- Beschreibt der Text die relevante Bildinformation?
- Passt er zum Inhalt der Seite?
- Enthält er unnötige Keywords?
- Wiederholt er lediglich bereits vorhandenen Text?
- Ist die Beschreibung für den konkreten Einsatzzweck sinnvoll?
Schritt 4: Bildtechnik gleich mitprüfen
Wenn Du bereits an den Bildern arbeitest, lohnt sich ein Blick auf den gesamten technischen Zustand.
Mit meinem SEO Website Check kannst Du eine konkrete URL unter anderem auf Inhalte, Bilder, technische Signale und Performance prüfen. So lässt sich die ALT-Text-Kontrolle sinnvoll in einen größeren Onpage-Audit integrieren.
Schritt 5: Priorisieren
Bei einem Shop mit tausenden Bildern solltest Du nicht zwangsläufig mit jedem kleinen dekorativen Asset beginnen.
Priorisiere beispielsweise:
- Produktbilder wichtiger Umsatzseiten,
- Bilder auf stark besuchten Landingpages,
- informative Grafiken in wichtigen Ratgebern,
- verlinkte Bilder und funktionale Elemente,
- danach weniger relevante Bestandsbilder.
Damit entsteht aus der Aufgabe „ALT-Texte nachtragen“ ein sinnvoll priorisiertes SEO- und Accessibility-Projekt.
Eine einfache Entscheidungslogik für jeden ALT-Text
Wenn Du bei einem Bild unsicher bist, kannst Du mit fünf Fragen arbeiten:
- Ist das Bild rein dekorativ?
Dann ist häufigalt=""richtig. - Vermittelt das Bild Informationen?
Beschreibe die relevante Information kurz und verständlich. - Ist das Bild ein Link oder Bedienelement?
Beschreibe vor allem Funktion oder Ziel. - Enthält das Bild komplexe Daten?
Verwende einen kurzen ALT-Text und stelle die wesentlichen Informationen zusätzlich als normalen Seiteninhalt bereit. - Passt ein relevantes Keyword natürlich in die Beschreibung?
Dann kannst Du es verwenden. Wenn nicht, lass es weg.
Diese Logik ist langfristig zuverlässiger als jede Liste angeblich perfekter Zeichenlängen oder Keyworddichten.
FAQ: Häufige Fragen zu Alt Tags und SEO
Was sind Alt Tags in SEO?
Als Alt Tags werden im SEO-Alltag die Alternativtexte von Bildern bezeichnet. Technisch handelt es sich um das alt-Attribut des HTML-Elements <img>. Es stellt eine textliche Alternative zum visuellen Inhalt bereit und unterstützt sowohl Barrierefreiheit als auch die thematische Einordnung von Bildern.
Sind ALT-Texte wichtig für SEO?
Ja. ALT-Texte können Suchmaschinen dabei helfen, Bilder und deren Kontext besser zu verstehen. Sie sind jedoch nur ein Bestandteil der Bilder-SEO und sollten nicht als alleiniger Rankinghebel betrachtet werden.
Muss das Hauptkeyword in jedem ALT-Text stehen?
Nein. Ein Keyword gehört nur dann in den ALT-Text, wenn es das jeweilige Bild sinnvoll beschreibt. Wiederholtes oder erzwungenes Einbauen von Keywords verschlechtert die Qualität des Alternativtextes.
Wie lang sollte ein SEO ALT Tag sein?
Es gibt keine sinnvolle universelle Zeichenanzahl, die für jedes Bild gilt. Der Text sollte kurz und präzise genug sein, um die relevante Information oder Funktion des Bildes zu vermitteln. Komplexe Inhalte sollten zusätzlich im sichtbaren Seiteninhalt erklärt werden.
Was bedeutet alt=““?
Ein leeres ALT-Attribut signalisiert, dass ein Bild keine eigene textliche Alternative benötigt und von assistiven Technologien ignoriert werden kann. Das ist insbesondere bei rein dekorativen Bildern sinnvoll.
Ist alt=““ dasselbe wie ein fehlender Alt Tag?
Nein. alt="" ist eine bewusste Kennzeichnung. Ein fehlendes alt-Attribut bedeutet dagegen, dass keine solche Alternative definiert wurde. Für dekorative Bilder ist ein bewusst leeres Attribut deshalb die sauberere Lösung.
Was ist der Unterschied zwischen ALT und Title bei Bildern?
Das ALT-Attribut stellt eine textliche Alternative zum Bild bereit. Das Title-Attribut kann zusätzliche Informationen liefern, ersetzt den ALT-Text aber nicht. Eine sichtbare Bildunterschrift erfüllt wiederum eine andere Funktion und kann dem Bild zusätzlichen Kontext geben.
Soll der Dateiname dasselbe Keyword wie der ALT-Text enthalten?
Dateiname und ALT-Text dürfen natürlich ähnliche relevante Begriffe enthalten, wenn beide das Bild korrekt beschreiben. Sie müssen jedoch nicht identisch sein. Wichtig ist, dass beide Informationen sinnvoll und nicht künstlich keywordoptimiert formuliert sind.
Wie schreibe ich ALT-Texte für mehrere Produktbilder?
Beschreibe die jeweils sichtbare Perspektive oder Produkteigenschaft. Statt zehnmal denselben Produktnamen zu verwenden, kannst Du beispielsweise zwischen Seitenansicht, Rückansicht, Sohlenprofil, Detailaufnahme und Anwendungssituation unterscheiden.
Können ALT-Texte bei Google Bilder helfen?
Ja. Suchmaschinen nutzen ALT-Texte zusammen mit weiteren Informationen der Seite und der visuellen Analyse des Bildes, um dessen Thema zu verstehen. Gute Bilder-SEO umfasst deshalb neben ALT-Texten auch Dateinamen, Kontext, technische Bildqualität und die gesamte Landingpage.
Fazit: Gute ALT-Texte werden für Menschen geschrieben – und helfen dadurch auch SEO
Das Thema Alt Tags SEO wirkt auf den ersten Blick wie eine kleine Onpage-Maßnahme. Tatsächlich verbindet das ALT-Attribut jedoch mehrere wichtige Bereiche moderner Websites: Suchmaschinenoptimierung, Barrierefreiheit, Benutzerfreundlichkeit und Content-Qualität.
Der größte Fehler besteht darin, ALT-Texte lediglich als versteckte Fläche für zusätzliche Keywords zu betrachten.
Die bessere Herangehensweise lautet:
- Beschreibe informative Bilder verständlich.
- Lass dekorative Bilder mit
alt=""bewusst von assistiven Technologien ignorieren. - Beschreibe bei funktionalen Bildern die Aktion oder das Ziel.
- Erkläre komplexe Grafiken zusätzlich im sichtbaren Inhalt.
- Verwende Keywords nur dort, wo sie natürlich zum Bild gehören.
- Betrachte ALT-Text immer als Teil einer umfassenden Bilder-SEO.
Wenn Du Dir nur eine Regel merken möchtest, dann diese:
Schreibe nicht den ALT-Text, den eine Suchmaschine vermeintlich lesen möchte. Schreibe den Text, den ein Mensch benötigen würde, wenn das Bild nicht verfügbar wäre.
Wenn Du das konsequent machst, entstehen relevante Begriffe, klare Zusammenhänge und gute Bildbeschreibungen in vielen Fällen ganz automatisch. Und genau diese Verbindung aus technischer Sauberkeit, Nutzerorientierung und thematischer Relevanz ist langfristig wertvoller als jede vermeintliche ALT-Tag-SEO-Abkürzung.